Jesus und die Nummer 22

Christus-König-Statue
Christus-König-Statue

Fangen wir mit der Nummer 22 an, denn die ist leicht erklärt. Die Schwiebusser Straße trägt noch nicht lange diesen Namen - zumindest für Berliner Verhältnisse. Bis zum 12.02.1898 was sie einfach die Straße Nr. 22 in Abteilung II des städtischen Bebauungsplans und fristete wortwörtlich ein Randdasein. Denn sie bildet die Grenze zwischen Kreuzberg und Tempelhof und war als nur "halbseitig" bebaute Straße auch lange Zeit unversiegelt. Der Name, den sie zur vorletzten Jarhundertwende bekam, verweist auf eine Stadt im heutigen Polen: Świebodzin, eine gute Stunde Autofahrt östlich der Grenze. Seinerzeit gehörte Schwiebus (so der deutsche Name) noch zu Brandenburg. Ein Blick weiter in die Vergangenheit erklärt, warum ausgerechnet die kleine Berliner Straße diesen Namen bekam: 1435 kaufte der Johanniterorden Schwiebus mit dem Erlös aus dem Verkauf des Ordensbesitzes Tempelhof (Quelle). Damit sind wir zwar schon im klerikalen Bereich angelangt, aber noch längst nicht bei Jesus. Zumindest nicht bei der abgebildeten Jesusstatue. Sie erinnert stark an den überdimensionalen Gottessohn über Rio de Janeiro, ist aber tatsächlich gut 6 Meter größer und damit die größte Jesusstatue der Welt! Und wo steht sie? In Świebodzin, dem früheren Schwiebus. Fertiggestellt wurde die Statue erst vor kurzem, im Jahr 2010. Ist also quasi auch ein Neubau ...

SQF

... steht für "Stadtquartier Friesenstraße", wovon wir ein Teil sind: 7 Baugruppen, 2 Bauträger, eine Genossenschaft, eine Gewerbehalle und 5 Gewerbestudios über einer Tiefgarage entstanden und entstehen zwischen Schwiebusser Straße, Friesenstraße und Columbiadamm nördlich des ehemaligen Tempelhofer Flughafens. Mehr Infos: www.sq-f.de.

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