Nicht von der Waterkant

Die Friesenstraße, die das SQF und auch unser Haus in Nord-Süd-Richtung tangiert, verweist nicht auf die Bewohner Nord- oder Ostfrieslands. Sie verleiht stattdessen  - passend zu den Olympischen Spielen in London - der Kopfsteinpflasterstraße etwas Sportliches: Um das herauszufinden, muss man sich auf Höhe der Jüterboger Straße auf die Zehenspitzen stellen und auf dem Straßen-Namensschild den Zusatz lesen: "Karl Friedrich Friesen", steht da, "Mitbegründer der deutschen Turnkunst". Wem dabei gleich "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn mit seiner alten Wirkungsstätte in der Hasenheide einfällt, liegt goldrichtig. Beide gehörten der frühen Nationalbewegung während der napoleonischen Besetzung der deutschen Fürstentümer an, die mit darauf hingewirkt hat, dass aus den vielen Kleinstaaten ein großes Land wurde. Stilecht hat Herr Friesen dann auch im Kampf ums Vaterland 1814 sein Leben gelassen, seine Gebeine liegen noch heute auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Dass ausgerechnet die einfache Straße Nr. 21 (wie sie vorher hieß) nach Friesen benannt wurde, mag an den Kasernen und dem Exerzierfeld liegen, die es schon gab bevor die Straße 1864 angelegt wurde um das Wohngebiet "Tempelhofer Vorstadt" zu erschließen.

SQF

... steht für "Stadtquartier Friesenstraße", wovon wir ein Teil sind: 7 Baugruppen, 2 Bauträger, eine Genossenschaft, eine Gewerbehalle und 5 Gewerbestudios über einer Tiefgarage entstanden und entstehen zwischen Schwiebusser Straße, Friesenstraße und Columbiadamm nördlich des ehemaligen Tempelhofer Flughafens. Mehr Infos: www.sq-f.de.

Bauschild